Beatrice Dietzius, in Zürich/Schweiz geboren, begann ihr Studium und ihre Ausbildung an der Kunstakademie Zürich beim Bauhaus-Professor Johannes Itten und schloss als Mal- und Zeichenlehrerin an der Universität Basel ab. Lange Jahre gab sie Kunstunterricht am Städtischen Gymnasium in Zürich, später in Griechenland und in São Paulo. Beatrice Dietzius lebt seit 1948 in São Paulo und im Sommer in Meersburg am Bodensee.

In Brasilien wurde sie mit ihrem künstlerischen Werk in vielen Ausstellungen bekannt. Für 150 bildende Künstler organisierte sie 1974 im Gebäude der “Biennale³ die grosse Ausstellung zu den 100-Jahrfeiern der ’deutschen Einwanderung in BrasilienŒ. Mit ihren eigenen abstrakten Ölbildern und Aquarellen war sie auch inhaltlich mitbeteiligt.

Ihre Sprache ist figurativ, oft ein leichtes Zurückgreifen auf die Anfänge des Kubismus. Dem Ideal des Kubismus gemäss übersetzt Beatrice Dietzius die Natur in geometrisch begrenzte Fragmente und lässt mit diesen Facetten die Objekte ganz neu entstehen ­ entsprechend der Autonomie des Werkes gegenüber der Natur. Ihre innere Suche nach den Ursprüngen der Schöpfung findet sie in der Darstellung von Bergen und Berglandschaften (zB Patagonien), auch in der Entwicklung und in Formen der Pflanzenwelt und deren Metamorphose - Blumen- und Gärten. Anklänge an die Ideale der Impressionisten mit besonderem (auch subtropischem) Licht und entsprechender Lichtführung geben ihren Bildern eine sensible Farbigkeit. Grosse Vorliebe verbindet sie mit dem Werk von Paul Cezanne.